Überstunden

Anwaltskanzlei Irena Havranek

Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht in Erfurt

Überstunden machen Sie dann, wenn von Ihnen mehr gearbeitet wird, als an Arbeitszeit

  • vertraglich oder
  • tariflich geschuldet ist.

Sofern die Arbeitszeit weder im Arbeitsvertrag noch im Tarifvertrag geregelt ist, gilt die im Betrieb üblicherweise geleistete Arbeitszeit als maßgebend.

Bin ich verpflichtet, Überstunden zu leisten?

Sofern im Arbeitsvertrag, einschlägigem Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung keine ausdrückliche Regelung enthalten ist, die zur Ableistung von Überstunden verpflichtet, kann der Arbeitgeber grundsätzlich Überstunden nicht einseitig anordnen.

Etwas anderes gilt nur in außergewöhnlichen Ausnahmefällen sofern

  • unvorhergesehener Weise
  • vorübergehend
  • überhöhter Arbeitsanfall vorliegt, der
  • in einem gewissen Zeitraum abzuarbeiten ist um Schaden vom Betrieb abzuwenden oder um vertraglichen Verpflichtungen gerecht zu werden,

ist der Arbeitnehmer, aufgrund seiner arbeitsvertraglichen Treuepflicht, zur Erbringung von Überstunden verpflichtet.

Ein Schwerbehinderter kann auf sein Verlangen hin von der Mehrarbeit freigestellt werden (§ 124 SGB IX).

Müssen Überstunden ausgeglichen werden?

Ob geleistete Überstunden zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen sind, ist dem zugrundeliegenden Arbeitsvertrag bzw. Tarifvertrag oder einer dahingehenden Betriebsvereinbarung zu entnehmen.

Eine gesetzliche Regelung gibt es lediglich für Ausbildungsverhältnisse. Gem. § 17 III BBiG sind im Berufsausbildungsverhältnis erbrachte Überstunden auf jeden Fall zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen.

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